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Dienstag, 18. März 2014

Die Schlacht um Canakkale 18. März 1915

Heute ist ein wichtiger Tag, in der Geschichte der Türkei. Heute vor genau 99 Jahren hat die Türkei eine großangelegte Invasion Englands, Frankreichs und Australiens abgewehrt und die Schlacht um Canakkale, am 18. März 1915 gewonnen. Dies war ein Sieg zu einer Zeit, in der in- und ausländische Kräfte sich aufgemacht hatten, die Türkei vollständig unter sich aufzuteilen.

Der Krieg war am 18. März zwar noch nicht zu Ende, doch ihre Niederlage  in den Dardanellen war für die alliierten imperialistischen Mächte ein deutliches Zeichen, dass  ihre große Operation gescheitert war.

Die Türkei zeigte, dass sie nicht länger der "Kranke Mann“ vom Bosporus war und dass es nicht ausreicht, moderne und starke Seekräfte zu haben, um die Dardanellen zu erringen. Es waren Türken, die zeigten, dass es vielmehr darauf ankommt, das Vaterland gemeinsam und mit Herz und Seele zu verteidigen.

Die jungen Widerständler von damals, sind die Vorfahren der türkischen Jugend von heute, die 99 Jahre später wieder vor einer Spaltung und einer Invasion ihrer Heimat steht. Die Imperialisten, die damals die strategische und wirtschaftlich Bedeutung der Türkei erkannten, sind die gleichen wie heute. Geändert hat sich lediglich ihre Taktik, die heute primär darauf zielt,  die Türkei innenpolitisch zu zerstören.

Mit Erdogan als Marionette des Westens, hat dieser Plan jetzt nach mehr als zehn Jahren einen Höhepunkt erreicht . Mit der Islamisierung der Politik, dem Verkauf staatlicher Firmen und Grundstücke, der Schwächung der türkischen Armee, der Spaltung des Landes und der Provokation, einen Bürgerkrieg  zu initiieren, versucht die Regierung mit aller Macht zu zerstören, was unsere Vorfahren mit viel Mut, Stärke, Blut und vielen Verlusten über Jahre aufgebaut und  verteidigt haben.

Lasst uns gedenken der Helden der Republik, die für die Türkei ihr Leben gelassen haben und vergesst niemals, eure Vergangenheit, um auch in der Zukunft stark und unabhängig zu bleiben.


Dienstag, 13. August 2013

Ein neuer tiefer Staat in der Türkei

© Kammerer, Bernd / Zu kritisch: Adnan Türkkan, Chefredakteur von „Ulusal TV“ wurde zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt
Der Ergenekon-Prozess hat gezeigt, wie wenig interessiert die Türkei an Rechtsstaatlichkeit ist: Eine Begegnung mit zwei Journalisten, die jetzt deshalb verurteilte Terroristen sind.

Quelle: FAZ

Samstag, 10. August 2013

Mittwoch, 17. Juli 2013

Deutsche Bundesregierung unterstützt rüstet und schult die türkische Polizei - seit 2003

Mehrfach hat sich Kanzlerin Angela Merkel dieser Tage empört über die Polizeigewalt gegen Demonstranten in der Türkei geäußert. „Es gab schreckliche Bilder, auf denen man sehen konnte, dass viel zu hart
vorgegangen wurde“, sagte sie und forderte einen „verhältnismäßigen Umgang mit Demonstranten“.

Nun stellt sich heraus, dass die türkische Polizei bei der Niederschlagung der Proteste in Istanbul auf Ausrüstung und Erfahrungen aus Deutschland zurückgreifen kann.

Wie stehen die Universitäten zu den Protesten in der Türkei und was haben sie für einen Einfluss?


Türkische Studierende staunten kürzlich nicht schlecht, als sie die Prüfungsaufgaben in statistischer Physik durchlasen: Dort wurde eine autokratische Regierung mit einem physikalischen System verglichen, welches aufgrund von Protesten durcheinander gerät. Die Studierenden sollten mit Formeln beschreiben, was passiert, wenn die Politiker die Proteste unterdrücken.
In einer anderen Examensprüfung zum Thema Spieltheorie wollte der Dozent nicht nur Formeln wissen, sondern fragte seine Prüflinge sogar: «Was halten Sie von einer Regierung, welche mit exzessivem Einsatz von Tränengas friedlich schlafende Demonstranten aus ihren Zelten jagt, selbst wenn es den Protestierenden nur um den Schutz einiger Bäume geht?» Die Examensaufgabe enthielt zudem den Hinweis, dass die türkische Verfassung friedliche Demonstrationen erlaubt und es für solche Kundgebungen nicht einmal eine Genehmigung braucht.

Interview über die aktuelle Situation in der Türkei, von Safiye Can, Dichterin und Autorin aus Deutschland

Safiye Can im eXperimenta Gespräch mit Rüdiger Heins  über die aktuelle Lage in der Türkei

„De facto ist die Türkei ein Polizeistaat. Führten wir dieses Gespräch in der Türkei,
würde man uns verhaften und eXperimenta müsste schließen.“

eXperimenta: Frau Can, wie schätzen Sie die augenblickliche Lage in der
Türkei ein?

Safiye Can: Die momentane Lage ist sehr explosiv. Die türkische Bevölkerung
ist in zwei verfeindete Lager geteilt. Erdoğans aggressive Wortwahl und seine
Borniertheit hat die Wut der Menschen auf ihn und seine Partei gesteigert.
Erdoğans Anhänger helfen der Polizei, indem sie mit Schlagstöcken und
Macheten unbewaffnete Demonstranten jagen. Der Polizei kommt das gelegen.
Die Widerständler sind aber nicht einzuschüchtern und sie sind sehr kreativ. Eine
ihrer Waffen ist die Ironie. Ironie setzt Intelligenz voraus.

Der Mann der die Situation in der Türkei schon vor 20 Jahren vorhergesagt hat

Irgendwann werden diese selbsternannten Religiösen an die Macht kommen und ihre von Imam-Reden anerzogenen Ansprüche unter den Richtern, Anwälten, Ärzten, Ingenieuren, dem Stadtverwaltungspräsident verbreiten, am Schluss werden sie diese Ansprüche in die Miltärakademie stecken und die Armee in ihre Hände nehmen, dann werden sie das ganze Volk belagern.
Aber momentan merkt noch niemand etwas davon.